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RUDERN

ZYKLISCHER
BEWEGUNGSABLAUF

(der Bewegungsablauf
wiederholt sich mehrfach)

Rudern eine kraftvolle und
gleichzeitig elegante Bewegungs-
ausführung, die ihresgleichen sucht.

Beanspruchte Muskulatur

DER VORDERZUG

Bevor die Bewegung mit dem Vorderzug beginnt, nehmen Sie die "Ausgangsposition" (Auslage) ein. Der Oberkörper befindet sich in Vorlage und baut eine leichte Spannung auf. Die Beine sind maximal gebeugt, die Arme gestreckt und die Schultern leicht vorgeschoben (nicht hochziehen!). Die Rollbahn wird voll genutzt, indem mit dem Sitz ganz nach vorn gerollt wird.
Ausgehend von dieser Position beginnt der Vorderzug. Die Füße stemmen gegen das Fußbrett. Durch das gleichzeitige Strecken von Knie und Hüfte wird sofort Druck aufgenommen und ein schneller Kraftanstieg erzeugt. Der Oberkörper wird aufgerichtet und der Kopf achsengerecht gehalten.

DER ENDZUG

Die weitere Rücknahme des Oberkörpers und der zunehmende Rumpfeinsatz leiten den Endzug ein. Nachdem die Senkrechte überschritten ist und sich die Hände über den fast gestreckten Knien befinden, werden die Arme gebeugt. Die Schultern werden zurück genommen und die Ellenbogen befinden sich eng am Körper. Beide Hände werden in gleicher Höhe an den Oberkörper herangeführt. Der Armzug in Richtung des unteren Rippenbogens liefert die letzte Beschleunigungsarbeit.
Der Endzug ist beendet, wenn die maximale Rücklage (Hüftwinkel ca. 110-120°) erreicht ist. Die Beine sind fast völlig gestreckt. Die Hüfte und der Oberkörper halten die Spannung aufrecht. Hände und Unterarme befinden sich in einer Linie.

DAS VORROLLEN

Ausgehend von der Rücklage beginnt die Vorrollbewegung und damit die "Entspannungsphase". Der Oberkörper folgt den entspannten Händen aus der maximalen Rücklage wieder nach vorn. Die Hände werden mit der Geschwindigkeit vom Körper weggeführt, mit der sie auch herangezogen wurden und die Arme bewegen sich wieder in die Streckung. Die Schultern "überholen" den Rollsitz.
Das Vorrollen ist durch eine ruhige und kontinuierliche Rollbewegung bis zur vollen Auslage gekennzeichnet. Während der Rollbewegung findet keine Beschleunigungsarbeit statt und es kommt zu keinen Geschwindigkeitsschwankungen. Am Ende des Vorrollens wird die Bewegung weich abgebremst und es wird wieder der Vorderzug eingeleitet.